Downloads Reformationsjubiläum - mit Radiobeiträgen den Themen der Reformation näher kommen

Impulse für Gemeindegruppen

Hier finden Sie Radiobeiträge zu Themen der Reformation, die im Rahmen unserer Sendungen "Augenblick mal" bzw. "Himmel & Erde" über die Lokalradios in NRW ausgestrahlt wurden. Bis zum 31. Oktober 2017 wird das Angebot stetig erweitert.

Sie können die Beiträge herunterladen und in Gruppen als Gesprächseinstieg verwenden. Unser Team hat darüber hinaus Fragen für das Gespräch danach entwickelt.

Nicht alle Beiträge der letzten Jahre zum Thema Reformation sind hier aufgearbeitet. Weitere Sendungen finden Sie unter http://www.augenblickmalonline.de und http://www.himmelunderdeonline.de . Wählen Sie unter dem Punkt "Beiträge nach Rubrik" den Begriff "Reformation" aus.

 

 

 

"Wir sind nicht fromm, aber aktiv im Glauben"

Als Christian Wulff 2010 Bundespräsident wurde, war seine Frau Bettina mit damals 36 Jahren die bis dato jüngste "First Lady" im Schloss Bellevue. Im Januar 2013 trennte sich das Paar, fand aber wieder zusammen. Heute lebt die Familie in Großburgwedel.

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Wie kann heute religiöse Erziehung aussehen und gelingen? Was braucht es dazu?
  • Ein reformatorischer Grundgedanke ist das "Priestertum aller Gläubigen" oder genauer: das Priestertum aller Getauften. Welche Folgen hatte und hat diese Erkenntnis für die Kirche und das Gemeindeleben? Hier ein erster Input dazu.

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Manfred Rütten
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Bettina Wulff
Reformationsbotschafterin Bettina Wulff spricht im Interview über ihren evangelischen Glauben.

Jürgen Klopp: "Gott lässt Dich nicht allein"

Mit fünf Jahren hat Jürgen Klopp seine Liebe zum Fußball entdeckt. Von der E-Jugend beim SV Glatten schaffte er es bis zum Profikicker und danach zum erfolgreichen Trainer. Über seinen Weg sagt der heute 50jährige: "Der Glaube führt mich durch´s Leben".

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Kirchen sind für Jürgen Klopp "wie ein Vereinsheim - wo man reingeht und trifft die richtigen Leute". Was empfinden Sie für "Ihre" Kirche?
  • Am Ende des Beitrags spricht Jürgen Klopp über sein Gottesbild. Welches Bild von Gott haben Sie?
  • "You´ll never walk alone" – was haben Fußball und Glauben sonst noch gemeinsam?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Manfred Rütten
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der Fußball-Trainer Jürgen Klopp
Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, am 25.2.2016 vor dem Europa League-Spiel gegen den FC Augsburg.

"Journalisten können von Luther viel lernen"

Für ihr vielfältiges soziales Engagement wurde die TV-Journalistin Gundula Gause 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Derzeit wirbt sie als Botschafterin für das 500jährige Reformationsjubiläum der evangelischen Kirche.

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Luther sagt: "Die Ehe ist ein weltlich Ding." Für die katholische Kirche ist sie ein Sakrament. Woher kommen diese unterschiedlichen Sichtweisen und welche Folgen haben sie?
  • "Reformation" heiß Umgestaltung", sagt Gundula Gause. Wo braucht die evangelische Kirche heute eine "Reformation"? Und warum?
  • Lust auf ein Medien-Projekt? Wie wäre es, die Stationen/Phasen der Reformation anhand einer persönlichen Martin Luther-Facebookseite nachzuzeichnen …?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Manfred Rütten
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die TV-Journalistin Gundula Gause
Seit 1993 ist die Journalistin Gundula Gause Co-Moderatorin im ZDF-"heute-journal"

Martin Luther & das liebe Geld

Auch wenn man sie im 16. Jahrhundert noch nicht so nannte: Kapitalisten gab es schon zu Luthers Zeiten. Vor allem die großen Handelshäuser der Fugger, Welser und Medici machten mit geistlichen und weltlichen Führern profitable Geschäfte: Kaiser und Kurfürsten, Päpste, Kardinäle und Bischöfe – sie alle liehen sich Geld, um damit Bauten oder Kriege zu finanzieren oder um sich Ämter und Titel kaufen zu können. Entsprechend schlecht war Luther auf geistliche wie weltliche Geschäftemacher zu sprechen. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat sich mit dem Thema beschäftigt ...

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Begeben Sie sich auf Spurensuche: Was hat es mit dem Zinsverbot der Bibel auf sich?
  • In der Bibel heißt es: "Du kannst nicht Gott dienen und dem Mammon". Darf ein Christ reich sein?
  • Wie arm oder reich war Martin Luther selbst, als er starb? Infos dazu lesen Sie hier.
  • Luthers Gedanken zu Geld, Zins und Wucher sind Thema einer wissenschaftlichen Arbeit, die Sie hier nachlesen können.
  • Wie dachte Johannes Calvin - ein anderer großer Reformator – über Geld und Reichtum? Erste Antworten gibt es hier.

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Hubert Mauch
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der bayrische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Seit 2014 ist der bayrische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm auch Ratsvorsitzender der Ev. Kirche in Deutschland (EKD).

Reformationsjubiläum bringt Ökumene in Schwung

Martin Luthers Thesen von 1517, mit denen er die Kirche seiner Zeit reformieren wollte, führten zur Spaltung in evangelisch und katholisch. Heute – 500 Jahre später – sind beide Konfessionen einander so nah wie nie. Jedenfalls in Deutschland …

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Was eint evangelische und katholische Kirche, was trennt sie?
  • Ist die Trennung der Konfessionen noch "zeitgemäß"? Oder gelten hier andere Kriterien?
  • Diskutieren Sie über den Stand der Ökumene bei Ihnen vor Ort: Was oder wo könnte man noch mehr gemeinsam machen?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Eva Schüler
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drei Geistliche unterzeichnen ein gemeinsames Dokument
Unterzeichneten am 22.1.2017 die "Essener Erklärung" (v.l.): Manfred Rekoswki (Präses der rheinischen Landeskirche), Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und der Theologische Vizepräsident der westfälischen Landeskirche, Albert Henz.

Luthers unbekannte Seiten

In diesem Beitrag: Margot Käßmann sieht in Martin Luther unter anderem einen talentierten Seelsorger und fürsorglichen Vater, der Kabarettist Eckart von Hirschhausen nennt ihn einen großartigen Entertainer. Der Reformator aus Wittenberg hat viele Gesichter, darunter auch ein eher paar unbekannte.

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Welche Lieder im Ev. Gesangbuch stammen aus der Feder Martin Luthers?
  • Eine EKD-Broschüre informiert über Luthers Antijudaismus. Das 20seitige Heft "Die Reformation und die Juden" gibt es hier kostenlos zum Download
  • Was verbirgt sich eigentlich hinter "Luthers Tischreden" und welche Themen wurden dort diskutiert?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Maximilian Bier
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Luther-Statue
Martin Luther - für Künstler auch heute noch ein beliebtes Motiv

Frisch ausgepackt: Die neue Lutherbibel

32 Jahre nach der letzten Überarbeitung ist am 19. Oktober 2016 eine neue Lutherbibel in revidierter Fassung erschienen. An vielen Stellen verwarfen die Experten frühere Korrekturen und kehrten zu Luthers Originaltext zurück. Seit 2010 arbeiteten 70 Fachleute an der Revision von Altem und Neuem Testament. Ziel war diesmal nicht, die Lutherbibel sprachlich zu modernisieren und so für heutige Ohren verständlicher zu machen. Vielmehr ging es den Experten mit Blick auf das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 darum, die schöpferische Kraft von Luthers Übersetzung wieder neu hörbar zu machen

Impulse zur Weiterarbeit:

  • Vergleichen Sie doch einfach mal, wie eine bestimmte Bibelstelle in verschiedenen Übersetzungen klingt (Lutherbibel / "Gute Nachricht" / "Volxbibel" /  Neue Genfer Übersetzung)
  • Welche Redewendungen aus Luthers Übersetzung prägen unsere Sprache bis heute?
  • Diskutieren Sie mit anderen über "die Kraft der Worte". Wie stark prägen Begriffe unsere Wahrnehmung der Welt?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Friederike Ursprung
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ein Stapel neuer Lutherbibeln
Die revidierte Lutherbibel 2017 ist als Jubiläumsausgabe für 25 Euro erhältlich. Die Standdardausgaben in verschiedenen Farben bekommt man für etwa 22 Euro.

Seelenfrieden ist nicht käuflich

„In Bildern und in Worten geht es um Luther aller Orten.“ Der Kirchengeschichtsprofessor Johannes Schilling sorgt sich, dass bei allem äußeren Rummel, der inhaltliche Kern dieses Ereignisses verloren gehen könnte. Er bringt es so auf den Punkt:

"Nach meinem Verständnis ging es Luther vor allem darum, die Frage nach der Gewissheit des Heils zu klären. Und er hat sie so beantwortet, dass Gottes Gnade zu den Menschen kommt ohne deren Mitwirkung und deren Verdienst. Das heißt auch, dass er die Souveränität Gottes in seinem Handeln herausgestellt hat. Das entlastet die Menschen und macht sie zu Empfängern statt zu Werkheiligen."

Den gnädigen Gott bekommt man nicht durch gute Werke und nicht dadurch, dass man sich per Ablass das Seelenheil erkauft.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit 

  • Wen beschäftigt heute noch die Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?
  • Und wie ist es mit Schuldgefühlen, die einen umtreiben? Welche Möglichkeiten gibt es die loszuwerden?
  • Was kann der Glaube, was die Psychotherapie nicht kann?
  • Wie ergänzen sich beide?
  • Machen Sie den Satz zu Ende: Geld und Seelenheil ist wie…
  • Johannes Schilling sagt: "Das (Gottes gnädiges Handeln) entlastet die Menschen und macht sie zu Empfängern statt zu Werkheiligen." Wo laufen Sie Gefahr ein Werkheiliger / Werkheilige zu sein?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Jürgen Marx
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Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?
Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?

Mehr Ökumene wagen!

Taizé – ein kleiner Ort in Südfrankreich. Vor allem Jugendliche aus aller Welt verbringen hier eine Woche mit Gebet, Gesang und Bibelstudium. Die Brüder der klösterlichen Gemeinschaft von Taizé setzen sich für Frieden und Gerechtigkeit ein – und das weltweit. An ihrer Spitze steht Bruder Alois. Ihn besuchte Pfarrer Siegfried Eckert.

95 Fragen standen am Beginn des Gespräches zwischen Frère Alois, dem Prior der ökumenischen Bruderschaft in Taizé, und Siegfried Eckert, protestantischer Pfarrer aus Bonn.

95 Thesen sollten es nicht sein, denn die sind längst geschrieben. Dennoch stehen die Reformation, ihre Folgen und gegenwärtigen Herausforderungen im Zentrum dieses sehr persönlichen Gespräches.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Wer von Ihnen war schon einmal in Taizé? Was beeindruckt Sie bis heute?
  • Was unterscheidet Taizé vom kirchlichen Leben, das Sie kennen?
  • Mehr Ökumene wagen! Das ist der Appell. Wo fällt er bei Ihnen auf fruchtbaren Boden? Was würden Sie in dieser Beziehung gerne tun?
  • Trotz aller Wünsche nach Gemeinsamkeiten, gibt es gute Gründe evangelisch / katholisch zu sein. Nennen Sie einige und diskutieren Sie diese!

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Arnd Prüßmann
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Ein Buch für das Reformationsjubiläum
Ein Buch für das Reformationsjubiläum

Die Amateurfunker und die Reformation

Die Aktionen und Events rund um das Reformationsjubiläum werden immer zahlreicher und vielfältiger. Seit Januar 2017 sind auch Amateurfunker mit dabei! Das sind die mit den Morsezeichen. Klingt auf den ersten Blick etwas verstaubt im Zeitalter von Twitter und Co. Ist es auf den zweiten Blick aber nicht.

Der Amateurfunker ist unabhängig von kommerziellen Anbietern. Er kann mit einfachsten Mitteln Kommunikation betreiben, die auch weltweit zugänglich ist.

Das demonstrieren Amateurfunker während des Jubiläumsjahres "500 Jahre Reformation in Deutschland". Durch die Bundesnetzagentur ist der ökumenischen Gruppe "Conveniat" ein Sonderrufzeichen zugewiesen worden: DL500ML. DL ist die Abkürzung für Deutschland. Die 500 steht für 500 Jahre Reformationsgedächtnis. ML sind die Initialen von Martin Luther. Mit diesem Sonderrufzeichen soll das Reformationsgedächtnis weltweit Gesprächsthema unter Amateurfunkern werden. "Conveniat" ist nur eine Gruppe unter vielen. Hier finden Sie eine elfseitige Liste mit Sonderrufzeichen.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Was beeindruckt Sie im Zeitalter von Twitter & Co am Amateurfunk?
  • Was sind die Vorteile dieser Technik?
  • Wenn Sie in Wittenberg wären und angesprochen würden, würden Sie sich auf ein Funkexperiment einlassen?
  • Wem würden Sie einen Gruß schicken? Formulieren Sie einen Reformations-Gruß!
  • Wie schätzen Sie den Erfolg des Vorhabens ein?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Peter Becker
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Mit einfachen Mitteln weltweit und unabhängig kommunizieren
Mit einfachen Mitteln weltweit und unabhängig kommunizieren

Ein Mann und der Kampf um die Wahrheit

Schon 100 Jahre vor Martin Luther gab es den Ruf nach einer Reformation der Kirche. Jan Hus war ein Tschechischer Reformator, der um 1370 in Südböhmen geboren wurde. Dr. Jiri Dvoracek hat sich mit ihm beschäftigt. Jan Hus' Grundaussage war: "Das Wort Gottes ist die Grundlage sozusagen für Leben und Glauben und ist der einzige Schiedsrichter in allen Lebens- und Glaubensfragen."

Die damalige Kirche erklärte Hus zum Ketzer. Trotzdem reiste Hus im Herbst 1414 guten Mutes zu dem Konzil nach Konstanz. Dort sollte es um eine Erneuerung der Kirche gehen. Aber es kam anders: Am 6. Juli 1415 wurde Jan Hus auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Wie ergeht es Ihnen, wenn Sie hören, dass ein Mensch für seine Überzeugung stirbt?
  • An wen erinnert Sie das Verhalten von Jan Hus?
  • Seinen Anhängern und der Nachwelt hinterließ er nachfolgende Aufforderung.

"Darum, frommer Christ, suche die Wahrheit, höre auf die Wahrheit, lerne die Wahrheit,

liebe die Wahrheit, sprich die Wahrheit, halte die Wahrheit fest,

verteidige die Wahrheit bis zum Tode."

  • Welche der einzelnen Aussagen können sie unterschreiben?
  • Erinnern Sie sich an Ereignisse oder Begegnungen, als Sie sich entsprechend einer der Aussagen verhalten haben?
  • Was macht es so schwer?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Reinhard Ellsel
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Jan Hus: Denkmal in Prag
Jan Hus: Denkmal in Prag

Niklas ist einer von vielen

Presbyterien leiten die evangelische Kirche. Denn schon bei den ersten Christen waren es Presbyter, die Verantwortung für die Gemeinden übernahmen. Wörtlich übersetzt sind Presbyter die "Ältesten". Doch das ist schon lange nicht mehr so.

Als 2016 die Presbyterien von den Gemeinden neu gewählt wurden, kandidierten auch viele junge Leute. „Aufkreuzen für die Gemeinde“ lautete das Motto. Aufkreuzen und ankreuzen: Alle vier Jahre stehen die Presbyterien, die Leitungsgremien der örtlichen Kirchengemeinden, zur Wahl.

Die Mitglieder des Presbyteriums tragen gleichberechtigt mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Leitungsverantwortung in der Kirchengemeinde. Sie sind verantwortlich für die Gestaltung des Gemeindelebens, kümmern sich um Mitarbeitende und Finanzen: Das Presbyterium vertritt die Gemeinde im rechtlichen Sinne, trägt also auch Verantwortung für den Haushalt und als Arbeitgeber.

Es bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche vor Ort, setzt Schwerpunkte und Akzente, trifft in bewegten Zeiten weitreichende Entscheidungen. Vielerlei Gaben, Fähigkeiten und Kompetenzen sind gefragt – ob Pädagogik, Kreativität und Fantasie, Organisationsentwicklung, Bauwesen oder Finanzen.

Dazu erklärt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen:

"Ich bin dankbar für die vielen Menschen, die in den Gemeinden ihre Fähigkeiten, ihr Können, ihre Zeit, Kraft und Energie einbringen. Das ist ein großer Reichtum, denn unsere Evangelische Kirche von Westfalen wird von Presbyterien und Synoden geleitet und nicht von Pfarrern und Bischöfen. Die Kirchenordnung fußt auf dem ehrenamtlichen Engagement der Menschen, die ihre Gemeinde verantwortlich mitgestalten. Die evangelische Kirche baut sich von den Gemeinden her auf."

Im Radiobeitrag erzählt Niklas, was ihn als jungen Menschen bewegt hat, dieses Amt anzunehmen.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Mit 18 Jahren Leitungsverantwortung – ist das zu jung? Welche Erfahrungen kann man in diesem Alter bereits einbringen?
  • Das Herz von Niklas hängt an seiner Gemeinde. Er möchte mitgestalten. Woran hängt dein Herz?
  • Wo würde es dich interessieren mitzugestalten?
  • Was sollte deiner Meinung nach Kirche heute anders machen?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Margret Wand
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Kirchenwahl
Typisch evangelisch: Kirchengemeinden wählen ihre Leitung.

Was ist eigentlich evangelisch?

Mit 95 Thesen wollte Martin Luther die Kirche erneuern. Fast 500 Jahre später (2015) schreibt Okko Herlyn ein Buch. Sein Titel: "Was ist eigentlich evangelisch?"

Manches ist von Halbwissen, Vorurteilen oder Tabus umnebelt. Menschen treten aus der evangelischen Kirche aus, weil sie sich über den Papst ärgern. Andere halten evangelisch für das "kleinere Übel". Gerade unter protestantischen Menschen regiert in Glaubensfragen nicht selten eine gewisse Rat- und Sprachlosigkeit. Mit "Was ist eigentlich evangelisch?" gibt Okko Herlyn eine erste Orientierung: von den biblischen Wurzeln über die geschichtlichen Entwicklungen bis hin zu aktuellen Gegenwartsbezügen. Sie machen Mut, sich selbst mit einem wachen, Gott und der Welt zugewandten, Protestantismus auseinanderzusetzen.

Im Radiobeitrag geht Okko Herlyn darauf ein, warum eine gewisse "evangelische Umständlickeit" einfach sein muss.

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Ist es immer sinnvoll, den Mund aufzumachen?
  • Wann/ in welchen Situationen würdest du den Mund aufmachen?

 

  • Was ist mit „Botschaft der Liebe“ gemeint?
  • Was bedeutet diese Botschaft für dich?
  • Wie kannst Du diese Botschaft weitergeben?

 

  • Was ist mit „Kirche von unten“ gemeint?
  • Welche Vorteile hat es, wenn alle mitreden?
  • Welche Nachteile siehst du dabei?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Christa A. Thiel
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Betteln verboten!

Keine Einkaufszone ohne Bettler. Und manch einer möchte dieses Betteln am liebsten verbieten. Der Reformator Johannes Calvin hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Betteln in seiner Stadt verboten wurde. ER hat ein alternatives Programm zur Armutsbekämpfung entwickelt und politisch durchgesetzt.

 

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Was empfinden Sie, wenn Sie Bettlern begegnen? Und wie reagieren Sie?
  • Was vermuten Sie, wie Bettler sich fühlen?
  • Inwiefern halten Sie diese Aussage für biblisch begründbar?

"Jeder soll von seiner eigenen Hände Arbeit leben. Und wer nicht von seiner Hände Arbeit leben kann, muss sozial so gestellt werden, dass er nicht betteln muss. Und das war ein echtes Programm der Armutsbekämpfung."

  • Stellen Sie sich vor, Sie gehörten einer Gruppe an, die sich um die Vergabe der Gelder, die im Klingelbeutel für diakonische Aufgaben in der eigenen Gemeinde gesammelt wurden, kümmern soll. Sie haben 4 000 Euro zur Verfügung. Nach welchen Kriterien würden Sie es wem zuwenden?
  • Soll sich die Kirche zu sozialpolitischen Fragen äußern? Was spricht dafür? Was spricht dagegen?

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Christa A. Thiel
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Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können.
Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können.

Bitte keine Hierarchien!

Warum ist die evangelische Kirche so, wie sie ist? Nicht ein Mann ein Wort, sondern demokratische Züge und viele Gremien, die entscheiden. Ja, und bei denen die Kirchenoberen auch schon mal überstimmt werden. Dieser Frage stellte sich am Reformationstag 2009 der Theologieprofessor Michael Beintker und erinnerte dabei an den Genfer Reformator Johannes Calvin.

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Überprüft und ergänzt durch eigene Recherche die im Beitrag angesprochene Reformator-Rolle Calvins und Luthers.
  • Erklärt genauer, wie die im Beitrag angesprochene innerkirchliche "Demokratie" funktioniert und welche Konflikte es da heute geben kann.
  • Was meint Michael Beintker mit seinem letzten Satz?

 

"Die evangelische Kirche in Nordrhein-Westfalen ist in umfangreichen Reformprozessen. Und wenn wir das Wort Reform und das Wort Reformation aufeinander beziehen, dann würde man sich etwa vorstellen können, dass Calvin sagen würde: Reformiert die Kirche, indem ihr sie re-formatiert auf den Geist Jesu Christi. Also die Hinwendung zu Jesus Christus als Grund aller Kirchenreformen.“

  • Findet dazu konkrete Beispiele!

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Christa A. Thiel
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Johannes Calvin war der Reformator Genfs.
Johannes Calvin war der Reformator Genfs.

Alles nur eine Frage der Gnade

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Thesen gegen den mittelalterlichen Ablasshandel. Damit löste er die Reformation aus. Allein Jesus Christus. Allein aus Gnade. Allein aus Glaube. Das waren die Kernthesen der Reformation.

Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, zeigt am Reformationstag 2016 auf, wie aktuell die Reformation ist.

Fragen für das anschließende Gespräch:

  • Wann ist ein Mensch erfolgreich?
  • Wo erlebe ich Schwarz-Weiß-Denken?
  • Wie hängen Leistungsgedanke und Einteilung in Schwarz-Weiß zusammen?
  • Ist die Behauptung „Wir sind etwas, weil Gott uns zu etwas macht“ religiöse Träumerei oder im Alltag erfahrbar?
  • Ergänzen Sie den Satz: Gottes Gnade ist für mich ….

 

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Reinhard Ellsel
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Deutschlands Reformator Martin Luther bewegt bis heute auch Schüler.
Deutschlands Reformator Martin Luther bewegt bis heute auch Schüler.

Typisch evangelisch - "Laien" predigen

Wer darf in der evangelischen Kirche predigen? Durchaus nicht nur Pfarrer. Als beispielsweise während des Zweiten Weltkrieges Pastoren fehlten, wurden sie durch Hilfsprediger ersetzt. Heute gibt es ausreichend Pfarrer. Doch die Laienprediger und Prädikanten sind geblieben.

In den evangelischen Kirchen in NRW können ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende auf Antrag des Presbyteriums nach landeskirchlichen Vorbereitungskursen ordiniert und in den Dienst der Prädikantin oder des Prädikanten berufen werden.

 Sie kommen aus allen Altersgruppen, Berufen und sozialen Schichten und tun ihren Dienst im strikten Sinne ehrenamtlich. Dabei tragen sie in der Ausübung ihres Predigtdienstes ebenso wie die Pfarrerinnen und Pfarrer den Talar. Ihr Amt ist umstritten, wie der Radiobeitrag aus 2016 zeigt.

Neben der Gabe der Wortverkündigung sollen Prädikantinnen und Prädikanten über eine ausreichende Allgemeinbildung und biblische Kenntnisse verfügen sowie Verständnis für theologische Fragen zeigen und sich im kirchlichen Leben bewährt haben.

Impulse zum Gespräch und zur Weiterarbeit

  • Finden Sie Pro- und Contra-Argumente zum Prädikanteneinsatz .
  • Führen Sie auf der Basis der Argumente ein Rollenspiel mit Streitgespräch  (Diskussionsleiter, Prädikantenvertreter, Pfarrervertreter, Gemeindemitglied)
  • Verfassen Sie einen werbenden Ausschreibungstext für eine Prädikantenstelle.
  • Was müsste geschehen, um mehr christliche Urteilsfähigkeit von Laien in Glaubensfragen zu erreichen?

 

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Beitrag im Wortlaut, gesprochen von: Peter Becker
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Pfarrer oder Prädikant?
Pfarrer oder Prädikant?
31.10.2016